Und wenn wirklich mein Leben nicht das richtige gewesen ist?Romanfigur Iwan Iljitsch am Ende seines Lebens

Einzelaufstellung

Wer nicht in einer Gruppe anderer Menschen, sondern lieber in einem intimen Rahmen seine Themen angehen möchte, der ist bei einer Einzelaufstellung besser aufgehoben. Diese ist mitunter sanfter als eine Aufstellung mit Stellvertretern, da sie nur die Teile der Seele offenbart, die auch vom Aufsteller verkraftet werden.

Ich arbeite in Aufstellungen üblicherweise in drei Schritten:

  •  Das genaue Beobachten und Veräußern aller aufkommenden Gefühle, um das, was präsent ist, zu entlassen und Platz zu schaffen für die darunter befindlichen Schichten
  •  Im "Zwiegespräch" zwischen den Personen und Objekten werden die darunter liegenden Dynamiken erspürt und kommuniziert
  •  Die "heilenden Sätze" klären das Verhältnis und integrieren ausgeschlossene Aspekte des Systems

Die heilenden Sätze rücken disharmonische Rollenverteilungen zurecht, bspw. "Du bist der Vater, ich bin das Kind." Sie können auch die Achtung und Liebe dem Anderen gegenüber ausdrücken, bspw. "Ich achte dich und deine Traurigkeit." Weiterhin kann man mit ihrer Hilfe Verstrickungen lösen, bspw. "Ich mische mich da nicht mehr ein, und lasse es bei dir."

Passende heilende Sätze für Ihre individuelle Situation finden wir durch das Ausprobieren verschiedener Versionen. Bei passenden Sätzen empfinden Sie eine innere Zustimmung, die auch die Situation innerhalb der Aufstellung spürbar verändert.

Einzelaufstellung

Eine Aufstellung ist erst beendet, wenn eine Harmonie eingetreten ist und keine Sekunde vorher! Dies unterscheidet sich grundlegend von der Arbeit vieler Gruppenaufstellungen, bei denen Teilnehmer manchmal mit offenen Prozessen entlassen werden. Diese finden oft als Abend- oder Wochenendseminare statt, wo jedem Aufsteller ein begrenzter Zeitrahmen gewährt wird. Lässt man sich als Stellvertreter für Andere aufstellen, kann dies zudem Dinge anregen, die nicht zu einem gehören. Die Nacharbeitung kommt bei Gruppenaufstellungen oft zu kurz
und der Aufsteller wird mit seinen Prozessen alleine gelassen. Auch körperliche Auswirkungen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen können von einem erfahrenen Betreuer besser eingeordnet werden.

Die Ratio sollte bei den Sitzungen, so weit es möglich ist, ausgeschaltet sein. Dies fällt vielen Menschen erfahrungsgemäß erst einmal schwer. Oft haben wir feste und eingefahrene Bilder im Kopf. Umso überraschender kann es sein, dass bei einer Aufstellung die Empfindungen oft nicht denen des Verstandes entsprechen. So ist die Mutter womöglich im „echten Leben“ sehr abweisend; in der Aufstellung ist dann aber eine Unsicherheit oder die eigene Angst vor Ablehnung zu bemerken. Erkenntnisse über diese feinen Beziehungsdynamiken führen zu mehr Verständnis für den Anderen und kommen dem wahren Verzeihen und der Klärung einen Schritt näher.

Der Schlüssel zu Heilungsprozessen ist, die Achtung gegenüber bestimmten Personen oder Aspekten auszudrücken und diese wieder in das System zu integrieren. Dafür ist es nicht nötig, dass die betreffenden Personen noch leben oder Sie im Kontakt mit diesen stehen.

Die Einzelaufstellung findet in einem intimen Raum und ohne Zeitdruck statt. Eine Sitzung beginnt üblicherweise mit einem intensiven Gespräch über das Anliegen und einem Nachgespräch einige Tage nach der Aufstellung, um zu sehen, welche Veränderungen eingetreten sind, ob Prozesse nicht gut abgeschlossen wurden und eine weitere Aufstellung sinnvoll wäre. Es gibt Themen, die eine längerfristige Betreuung benötigen, da diese sich erst nach und nach wie eine Zwiebel entblättern. Das Tempo bestimmen Sie dabei selbst. Eine Einzelsitzung dauert in der Regel etwa 2 Stunden.

 

Vergütung: 80 Euro pro Stunde

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